Innehalten


So hektisch, wie wir heute leben, ist eine große Sehnsucht da, innezuhalten.

Die Gewohnheit, dauernd unter Strom, in Bewegung und beschäftigt zu sein, ist mächtig.
Sie lässt uns erleben, wichtig zu sein, Bedeutung zu haben.
Doch dadurch, dass es eine Gewohnheit wird, hat sie auch einen gewissen Suchtcharakter. Das Hamsterrad dreht weiter, auch wenn entfernt eine innere Stimme weiss: "Pause dringend nötig!" Machen wir dann Pause, ist es zunächst erst mal ungewohnt, unangenehm, fast nicht zum Aushalten - der Geist plant intensiv weiter, springt auf und davon.

Vertieft und erholsam innezuhalten kann wieder-entdeckt und erlernt werden.
Die Übungen der Achtsamkeit sind dabei - nachweislich - von enormer Bedeutung.

Ist man vertraut damit, z.B. den Body-Scan in ruhigen Momenten durchzuführen, wächst die Fähigkeit, auch mal kurz wieder bei sich selbst einzuchecken, Kontakt mit der Körperwahrnehmung aufzunehmen und dadurch den inneren Kompass zu kontaktieren. Wir erlangen ein Wissen, ein Vertrauen, dass hinter all der Hektik, all dem Verwirrenden ein zutiefst nährender und weiter Raum liegt.

Die Achtsamkeit zu trainieren, ist dabei die Grundlage.