Im Körper Zuhause


Wenn Ihr Körper Ihnen gegenüber sässe und Sie über ihn nachdenken:
  • Wie hat er für Sie gesorgt in all den Jahren ? 
  • Und im Gegenzug: Wie gut haben Sie sich um ihn gekümmert?  Was konkret haben Sie für ihn getan, dass es ihm gut geht? Was konkret haben Sie getan, wodurch es ihm schlechter ging?
  • Wenn Ihr Körper sprechen könnte: Was hätte er wohl mitzuteilen? Welche Empfehlungen würde er Ihnen geben? Würden Sie zuhören?
  • Stellen Sie sich vor, Ihr Körper wäre ein wirklich guter Freund: Wie würden Sie mit ihm umgehen? Wäre das anders, als jetzt?
Es fällt schwer, bei diesen Fragen auf ehrliche Antworten zu warten. Zu unangenehm könnte die Antwort sein, zu verstörend die "Wünsche, Forderungen", die unser Körper auftauchen lassen könnte. Und es würde unsere Gewohnheiten herausfordern.
Jetzt geht es nicht darum, wieder eine neue Moral auf sich anzuwenden.
Wir haben schon genug Ansprüche an uns, die wir alle nicht erfüllen und an denen wir scheitern.

Was hilfreich sein kann, ist immer wieder mal, wenn auch kurz, innezuhalten, hinzuspüren, nach innen einzuchecken. Und Raum zu geben für das, was fühlbar ist. Augen und Ohren zu haben für das, was evtl. wirklich gebraucht ist. - Und dann weitermachen, mit den Dingen die anstehen.

Es ist sicher hilfreich, sich länger und ausführlicher mit den Achtsamkeits-Techniken zu beschäftigen. Dann entwickeln wir von selber diese Fähigkeit des Eincheckens bei uns selbst.
Vielleicht reicht aber schon die Rückkehr aus dem Urlaub, der tiefere innere Raum der Entspannung, das Aussetzen von guten alten Gewohnheiten, wie man es in den Ferien erlebt hat, um einen freundlichen Schritt auf sich selbst zu zu machen.
Und immer wieder mal anzukommen: im Körper Zuhause.