Veränderung - unmöglich?


einwände

immer wieder begegne ich in seminaren dem einwand, dass die vorgeschlagenen, achtsameren wege sehr sinnvoll seien....na, und dann kommt das ABER: es wäre so schwer sich zu verändern, eigentlich wäre das ja gar nicht möglich, man ist wie man ist und könnte nicht aus seiner haut.
nachvollziehbar, für alle von uns.

verhaltens- und einstellungsmuster

wir haben gut eingespielte verhaltens- und einstellungsmuster - und die sitzen tief. sie sind sogar extrem hilfreich, um in einer komplexen umwelt zu navigieren. wir haben sie aufgebaut und sie haben in vielen situationen ihren platz und sinn.
sie stellen sozusagen unser autopilot system dar.
nur, der nachteil ist, dass diese muster so gut in uns verankert und eingeübt sind, dass sie auch ohne unser bewusstes zutun ablaufen.
ob es gerade passt oder nicht.

es ist möglich: achtsamkeit und betroffenheit

es ist möglich, neue verhaltens- und einstellungsmuster aufzubauen. wichtig ist zu verstehen, dass die alten muster nicht verschwinden, da sie neuronale netzwerke gebildet haben und damit fest in unserer gehirnstruktur verankert sind. aber wir können neue strukturen, also neue netzwerke aufbauen. sind diese erst mal etabliert, dann können wir auf sie zurückgreifen: wir erleben, dass wir  wieder die wahl haben.
um das geht es, wenn wir uns mit achtsamkeit beschäftigen:
autopilot-muster erst mal zu erkennen. dann hinzuschauen, ob diese "gesund" sind für uns und unsere umgebung. wirklich hinzuspüren, zu lauschen, was wir da mit uns und anderen anstellen.
für mich heisst das auch, immer wieder die betroffenheit zuzulassen, mitzubekommen, wie ich unbewusst mir schade oder andere verletze.
irgendwie ist dann diese betroffenheit auch der motor für veränderung. neben die kognitive einsicht tritt kraftvoll die emotionale. auf diesem boden kann veränderung leichter wachsen.

ist man erstmal an diesem punkt der bereitschaft, hilft ein breiter werkzeugkasten an veränderungs-tools. einige davon werde ich in der folge vorstellen.